11. Dezember

Tag 11 – noch 13-mal schlafen… fast Halbzeit!

Heute wurde es Zeit bei meiner Freundin Amy vorbeizuschauen. Sie ist Astronomin und kennt sich mit den Sternen noch viel besser aus als wir Engel. Und da Sterne zu Weihnachten gehören wie die Eier zu Ostern, war ich mir sicher, dass mir Amy bei meinem grossen Fest helfen konnte.

So weckte mich mein Wecker heute viel früher als sonst. Noch ein wenig verschlafen flog ich um 3 Uhr morgens zum vereinbarten Treffpunkt. Amy stand vor einem turmähnlichen Gebäude mit rundem Dach und erwartete mich strahlend und putzmunter mitten in der Nacht. Sie nahm mich an der Hand und betrat mit mir die Sternwarte. Ich kam aus dem Staunen kaum mehr raus. So viele Geräte und Knöpfe hatte ich noch nie gesehen. Amy erklärte mir alles so gut es ging und zeigte mir schliesslich einen kleinen Knopf, welcher mit grossem Lärm das Dach der Sternwarte öffnete. Ein Sternenmeer strahlte in dieser wolkenlosen Nacht auf uns herab und Amy begann mir alles zu berichten, was sie über die Sterne und Planeten wusste. Geschickt steuerte sie das grosse Teleskop zur offenen Stelle im Dach und zeigte mir durch dieses riesige Fernrohr einen, wie sie sagte, ganz besonderen Stern am Himmel. Ich erblickte einen hellen schönen Stern, wusste jedoch nicht, wieso sie gerade diesen ganz besonders fand. Amy überreichte mir eine kleine Schachtel, in welcher sich viele kleine Sterne und eine Papierrolle befanden. Was da neben einem Haufen komplizierten Zahlen drin stand, haute mich fast aus meinen samtweichen Engelspantoffeln. „Dieser Stern heisst étoile de noël (Weihnachtsstern). Er gehört ab jetzt allen Engeln und soll sie für immer an die grosse Weihnachts-Überraschung erinnern.“ Ich konnte es kaum glauben und kann es nun noch weniger erwarten bis endlich Weihnachten ist und ich meinen Freunden ihren Stern überreichen kann!

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