18. Dezember

Tag 18 – noch 6-mal schlafen… ab in den Wald!

Heute ging’s ab in den Wald, denn die letzte Woche war angebrochen und es wurde Zeit, endlich meinen Weihnachtsbaum auszusuchen. Schon von Weitem konnte ich die vielen blätterlosen Bäume und die schönen, grünen Tannen in mitten der weissen Winterdecke sehen. Die Äste waren vom Neuschnee gepudert, die Tannenbäume steckten unter kleinen weissen Schneemützchen und die Tiere schienen verschwunden. Ganz ruhig lag der Wald da, als würde er schlafen. Ich flog einige Runden, um vielleicht schon von oben meinen perfekten Weihnachtsbaum zu erspähen, als ich plötzlich im Schnee etwas entdeckte. Es war eine kleine Nuss und als ich sie aufhob, erkannte ich weiter vorne noch eine und noch eine. Ich ging dieser Spur nach und entdeckte ein kleines Eichhörnchen. Leise schlich ich ihm nach bis es plötzlich stehen blieb. Es stellte sich auf die Hinterpfoten und spitzte die Ohren. Erst jetzt bemerkte auch ich, dass wir nicht mehr alleine waren. Ich entdeckte eine grosse Tanne mitten auf einer Lichtung und darum herum schnatterten, hoppelten, pfiffen die verschiedensten Tiere wie wild durcheinander. Dann räusperte sich die grauweisse Eule auf einem der obersten Äste. Alle Tiere setzten sich auf den Boden, kuschelten sich aneinander und wurden mucksmäuschenstill. „Wie jedes Jahr, will ich euch vor dem Schmücken die Geschichte vom Weihnachtsbaum erzählen.“, begann die Eule. Ganz leise setzte auch ich mich auf eine alte Wurzel, um auch nichts zu verpassen. Es war eine wunderbare Geschichte, welche ich am Weihnachtsabend meinen Freunden auch erzählen will.