Exkursion nach Augusta Raurica

Exkursion nach Augusta Raurica

Am Dienstag, 12. September machte ich mit der 5. Klasse eine Exkursion nach Augusta Raurica. Die Kinder haben in Gruppen kleine Berichte erarbeitet. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Die Anreise

Wir trafen uns um 8.00 Uhr am Bahnhof in Läufelfingen. Vereinzelt kamen die Kinder zum Treffpunkt. Endlich fuhr das „Läufelfingerli“ ein und alle konnten einsteigen. Die Reise beginnt mit der Abfahrt des Zuges um 8.11 Uhr. Im Zug war es ziemlich lustig. Die Kinder der 5. Klasse haben sich unterhalten, in herumliegenden Zeitungen gelesen, am mitgebrachten Proviant geknabbert und kleine Spiele gemacht. So verging die Zeit sehr schnell und um 9.00 Uhr kamen wir bereits am Bahnhof in Kaiseraugst an. Zu Fuss liefen wir singend und lachend direkt zum Römermuseum.

Nach der Anreise haben wir uns erst einmal gestärkt mit dem Znüni.

Der Workshop

Um 10.00 Uhr wurden wir von einer sehr netten Fachfrau empfangen. Sie zeigte uns einen Teil des Römerhauses und erzählte sehr viele spannende Dinge, welche auch unsere Lehrerin erstaunten. Auch unsere Fragen hat sie ausführlich beantwortet. Eine richtige Expertin! Gemeinsam liefen wir in Richtung Forum zum Workshop-Zelt. Wir durften eine Lavendelsalbe und eine Zimt-Duftsalbe herstellen. Natürlich hat uns die Fachfrau auch hier viel Wissenswertes über die römische Salbenherstellung, den Gebrauch von Lavendel, Olivenöl sowie Zimt mitgeteilt. Alle Kinder erhielten Rezepte für verschiedene Öle und Salben. Alle durften selber eine Lavendel- und eine Zimt-Duftsalbe mischen, abpacken, beschriften und mitnehmen.

Die ganze Klasse hat fasziniert mitgemacht. Unsere Fachfrau hat sich am Ende des Workshops zusätzlich Zeit genommen. Sie hat uns sehr deutlich und einfach einige Raffinessen des römischen Heizungssystems gezeigt und erklärt. Nachdem alles aufgeräumt war, haben wir uns bedankt und verabschiedet. Auch die Fachfrau war sehr zufrieden und hatte Spass mit unserer Klasse.

Das Mittagessen

Der Workshop dauerte bis 12.00 Uhr. Es war allerhöchste Zeit für das Mittagessen. Glücklicherweise ist das schlechte Wetter weitergezogen. Daher konnten wir im grossen Spieltheater unsere Sandwiches geniessen und miteinander spielen.

Nach dem Mittagessen machten wir noch ein Klassenfoto. Wenn man ganz oben war, konnte man eine gute Aussicht geniessen. Wir waren sehr beeindruckt wie gross das Spieltheater war. Man konnte ganz Augusta Raurica sehen. Wir haben „Fangis“ gespielt und die Treppen gezählt. Es waren 48 Treppenstufen. Anschliessend hatten wir das Römermuseum und das Römerhaus ganz für uns alleine.

Das Museum

Die Kinder erkundeten mit Rätselheften oder auf eigene Faust das Museum.

In dem Museum gab es einen Totenkopf von einem Römer. Plötzlich entdeckte jemand aus unserer Gruppe eine versteinerte Muschel in der kaputten Säule. Ausserdem gab es Kopfhörer in denen eine Geschichte lief. Danach haben wir den Silberschatz gesehen. Er bestand aus Münzen, Tablaren, Löffeln, Gabeln, Messern, Tellern und einem Kritzel.

Das Römerhaus

Das Römerhaus ist ein nachgebautes römisches Haus. Es hat 10 Räume. Eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, einen Arbeitsraum, eine Backstube und ein Raum mit einer Kutsche und Amphoren. In den Amphoren wurden Flüssigkeiten z.B. Wasser, Wein oder Gewürze aufbewahrt und mit einer Kutsche transportiert. Das Bad hatte vier Zimmer. Ein Ankleideraum, zwei Baderäume und ein Massageraum. Die Toilette befand sich in der Küche.

Die Römer hatten bunte Mosaike am Boden und an den Wänden. Die Männer assen auf Sofas, die Frauen aber mussten auf Korbstühlen essen. Die Kinder durften nicht mit den Erwachsenen essen. Im Arbeitsraum arbeitete man mit Lebensmitteln oder Werkzeugen. Man machte Würste und räucherte sie in einer Räucherkammer. Im Bad gab es noch eine Heizung. Man konnte sehen wie die Heizung funktionierte.

Der Wasserhahn im Badezimmer war verziert wie eine Spielmaske, die man früher im Theater verwendete. Die Masken sahen eher leidend oder traurig aus. In der Küche hatte es unter der Treppe einen Hund.

Das Brunnenhaus

Das Brunnenhaus befindet sich bei den Thermen von Augusta Raurica. Bei unserem Besuch trafen wir einen Mann. Dieser fotografierte die alten Mauern im dunklen Brunnenhaus. Wir fragten nach, warum er diese alten Mauern fotografiert. Er erklärte uns, dass er die Pilze an der Mauer fotografiert, um herauszufinden wie man die Pilze von den alten Römermauern entfernen kann. Wenn zu viele Pilze wachsen, müsste man das Brunnenhaus für Besucher schliessen, was natürlich sehr schade wäre. Der Mann war ein Angestellter von Augusta Raurica. Was für eine spannende Begegnung.

Anschliessend bereiteten wir uns auf ein kurzes Theater vor. Unterwegs besichtigten wir den Raum mit vielen schönen Mosaiken. Zurück beim Spieltheater durfte jede Gruppe ihr kleines Theater vorspielen. Das war sehr witzig.

Die Rückkehr

Alles konnten wir nicht sehen. Viel zu schnell mussten wir zurück. Wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Um 16.56 fuhr unser Zug. Wir hatten es, wie bei der Anreise, sehr lustig. Als wir in Pratteln ankamen, assen wir alle noch unsere Znünis fertig und teilten es miteinander. Dann kam unser Zug nach Sissach. Von Sissach nahmen wir das „Läufelfingerli“ zurück nach Hause. Am Bahnhof warteten bereits unsere Eltern auf uns.

 

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