Alle Beiträge von Regina Portmann

Ein Weihnachtsmarkt für die Sternenwochen von UNICEF

Jedes Jahr veranstaltet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen von Ende November bis Weihnachten in der Schweiz und in Lichtenstein sogenannte Sternenwochen. Teilnehmende Familien, Kinder und Schulklassen denken sich eine Aktion aus, um Geld für ein bestimmtes Projekt zu sammeln. In diesem Jahr ist der Erlös für die Kinder in Brasilien  unter dem Motto „Back to School“ bestimmt. In Brasilien, vor allem im Norden und in den Armenvierteln ausserhalb der Städte, brechen viele Kinder die Schule frühzeitig ab um arbeiten zu gehen. Dies häufig unter schlechten und gefährlichen Bedingungen. Aufgrund der Pandemie und den darauffolgenden Schulschliessungen konnten im grössten Land Südamerikas im Jahr 2020 über 44 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen. 5.5 Millionen hatten gar keinen Zugriff auf Unterricht in irgendeiner Form.

Das in den Sternenwochen gesammelte Geld soll Kindern zwischen 7 und 12 Jahren im Amazonasgebiet und in den Armenvierteln Rios eine gute Schulbildung ermöglichen. Dazu gehören moderne, auf das Alter der Kinder angepasste, Lehrmittel, die sich sowohl für die Lektionen im Klassenzimmer, als auch für den Unterricht über das Internet eignen.

Wir finden das eine super Sache und haben uns deshalb entschieden, das Projekt mit einem Sternenmarkt zu unterstützen. Mitte Oktober haben wir mit den Vorbereitungen begonnen.  Mit Wasserschiebefolie haben wir Kerzen bestempelt. Gar nicht so einfach, aber mit der Zeit hatten wir den Dreh raus.

                           

Zu Kerzen gehören natürlich immer Streichhölzer und so haben wir mit buntem Weihnachtspapier Streichholzschachteln überzogen.

Natürlich durften auch die Weihnachtsleckereien nicht fehlen. Wir haben einen Weihnachtssirup mit vielen Zitrusfrüchten und Trauben hergestellt. Das Auspressen ging ganz schön in die Arme und wir kamen tüchtig ins Schwitzen!

Eine Weihnachtskonfitüre aus Äpfeln, Datteln und Gewürzen wurde kreiert und daneben haben wir viel gebacken und die Guzzi in verzierte „togo Kaffeebecher“ gefüllt.  4 Kilogramm Mandeln und Haselnüsse wurden zu gebrannten Nüssen und Schoggi – Chai – Mandeln verarbeitet und aus Maltesers und roten M&Ms haben wir Renntiernasen abgezählt und in Säckchen verpackt.

                                                                                                          

Zwischendurch hat uns der Samichlaus im Kindergarten besucht und auch gestaunt, was wir alles schon auf die Beine gestellt haben.

Vom 10. bis am 15. Dezember war er dann endlich geöffnet, unser kleiner Weihnachtsmarktstand vor dem Kindergarten. Viele Eltern, Gottis und Göttis, Tanten und Onkel und Grosseltern haben uns besucht. Die Kinder, natürlich mit Weihnachtsmannmützen auf dem Kopf, waren die allerbesten Verkäuferinnen und Verkäufer und alle Besucherinnen und Besucher haben ihre Einkäufe grosszügig bezahlt. So durften wir am Ende Fr. 1180.- an UNICEF überweisen, was uns stolz und zufrieden gemacht hat :-). Vielen Dank an alle, die uns so grossartig unterstützt haben.

Wir wünschen allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

 

 

Wer hat Angst vor dem Grüffelo?

Er hat schreckliche Hauer und schreckliche Klauen
und schreckliche Zähne, um Tiere zu kauen.

Er hat knotige Knie, eine grässliche Tatze
und vorn im Gesicht eine giftige Warze.

Er hat feurige Augen, eine Zunge sooo lang
und Stacheln am Rücken, da wird’s einem bang.
Ja, der Grüffelo, Grüffelo, Grüffelo!

Der Bilderbuchklassiker von Julia Donaldson hat uns durch den Herbst begleitet. Eine Geschichte über Mut,  Angst, Vorurteile und die Erkenntnis, dass manchmal die vermeintlich Schwächsten die Cleversten sind.  Wir haben die Geschichte nachgespielt, die Lieder gesungen und mit Instrumenten begleitet und im Wald eine echte Grüffelo – Pizza in einem riiiiiesengrossen Blumentopf gebacken. Das glaubt ihr nicht? Dann schaut einmal:

Zugegeben, bei der ersten Pizza ist uns der Boden etwas verkohlt, aber die zweite hat grandios geschmeckt!

Auch im Turnen kamen die Tiere aus der Geschichte zum Einsatz. Wir sind an den Ringen und am Trapez geflogen wie die Eule. Haben uns über Brücken, Baumstämme und durch Tunnel hindurch bis in den Bau des Fuchses vorgearbeitet. Mit dem schlauen Mäuschen haben wir Nüsse für den Winter gesammelt. Die Schlange hat uns das Schlängeln über Hindernisse beigebracht und und mit dem gefährlichen Grüffelo sind wir fröhlich auf dem Trampolin herumgehüpft!

Im Kindergarten haben wir statt Bären- Grüffelotatzen gebacken. Die waren sehr lecker und super schokoladig.

Der Grüffelo – ein richtig tolles Herbst-Thema! Die 5 Charaktere sind uns allen ans Herz gewachsen. 

 

Quer durchs Weltall

Gemäss unserem Jahresmotto „Höhenflug“ widmeten wir unsere ersten Kindergartenwochen den zahlreichen Himmelsphänomenen. Die kleine Katze Feli hat uns dabei auf ihre Streifzüge durch die Nacht mitgenommen und uns viel über dieses spannende Thema erzählt. Warum wird es Nacht? Wieso ist es im Winter kalt und im Sommer heiss? Wie sehen Sterne genau aus und welche Sternbilder gibt es? Sind die anderen Planeten auch bewohnt?                  Es gab viele Momente zum Staunen und wir konnten Neues und Interessantes entdecken.  Daneben haben wir viel zusammen gewerkelt. Den Umgang mit Schere, Leim, Wasserfarben, den Prickelnadeln, etc. eingeübt. Dabei sind tolle Werke entstanden! Wir haben Namensraketen gebastelt und dabei festgestellt, dass wir ganz unterschiedlich viele Buchstaben in unseren Namen haben und sie miteinander verglichen. Wir haben uns Taschen für die Elternpost gewerkelt, Fensterketten ausgeschnitten, Ausserirdische aus selbstgemachter Galaxy-Knete geformt und uns dabei alle immer besser kennengelernt. Wir haben Luftballons in den Himmel steigen lassen und einer ist sogar bis nach Bayern geflogen. Wir sind gespannt, was das Schuljahr noch alles für uns bereit hält und freuen uns darauf!

   

       

   

Es klopft bei Wanja in der Nacht

Das wunderschön illustrierte Bilderbuch, „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ von Tilde Michels, führte uns durch die Winterzeit und für einmal lag draussen so viel Schnee, dass wir unsere Tellerschlitten  aus dem Keller holen und in der Pause jeweils die Rampe hinunter sauen konnten. Die grösste Herausforderung dabei…, nicht im Bach zu landen!

         

         

Aber auch im Chindsgi gab es viel zu diesem Winterthema zu entdecken. Wir haben uns mit den Tieren und ihrem Leben bei Schnee und Eis beschäftigt, viele neue Lieder und Verse gelernt, den Bäbiegge zu Wanjas Waldhaus umfunktioniert, die Werkbank wieder in Betrieb genommen und noch vieles mehr.  Überall unterstützt von unserer tollen Praktikantin Frau Tschopp!

Spuren im Schnee zu finden, sie zu bestimmen und selbst welche herzustellen, war ebenfalls ein grosses Thema in dieser Zeit. An einem Tag haben wir zusammen einen riesengrossen Klumpen (fast echten) Schnee hergestellt und mit unseren Leitfiguren aus dem Bilderbuch, dem Fuchs, dem Hasen und dem Bären Spuren darin gemacht. Das war richtig super!

   

Gerne verraten wir euch zum Schluss das Rezept für unseren „Schnee“. Vielleicht habt ihr ja Lust, euch auch einmal eine solche Knetmasse herzustellen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

ZUTATEN

400g Weissmehl, 200g Salz, 2EL Zitronensäure oder 2TL Weinsteinsäure (Alaun), 500ml kochendes Wasser, 3EL Speiseöl (möglichst farblos) und etwas weisse Lebensmittelfarbe (oder falls ihr euch bunte Knete machen wollt, Farbe nach eurem Geschmack)

HERSTELLUNG

Alle Zutaten, bis auf die Farbe, in eine grosse Schüssel geben und gut durchkneten (Vorsicht beim Kneten mit Kindern: der Teig ist am Anfang durch das kochende Wasser sehr heiss). Wenn die Knetmasse fertig ist, kann sie portionenweise eingefärbt werden.

HALTBARKEIT

Wenn man die Knete gut und luftdicht verpackt, hält sie sich etwa ein halbes Jahr. Geknetete Figuren lassen sich haltbar machen, indem sie eine Woche auf der Heizung getrocknet und anschliessend – je nach Dicke – 30 bis 60 Minuten bei 150°C im Backofen gebacken werden.

Herbst – Pilze

Draussen wird es kühler, die Blätter färben sich bunt und die Vögel machen sich langsam auf ihre weite Reise Richtung Süden. Der Herbst hat Einzug gehalten.

Bei uns im Kindergarten stand eines Morgens ein, etwas seltsam riechendes Packet vor der Türe. Natürlich haben wir es sofort geöffnet und zum Vorschein kam ein Pflanzset für Champignons! Ob das wohl klappen würde? Wir haben die Anleitung studiert und alles genau wie beschrieben ausgeführt und… es hat geklappt. Die Freude war riesengross, als sich endlich die ersten weissen Hütchen ihren Weg durchs Erdreich gebahnt haben und dann bald so zahlreich waren, dass wir neben dem Probieren noch einige davon aufgeschnitten und mit ihnen lustige Stempelbilder gemacht haben.

Daneben haben wir uns natürlich im Wald auf die Suche nach verschiedenen Pilzen gemacht und auch versucht sie zu bestimmen.  Im Kindergarten haben wir Wettbewerbe veranstaltet, wer aus Kapla Hölzchen den höchsten, speziellsten und originellsten Pilz bauen kann. Wir haben mit Pinzetten versucht, Pilze durch ein Spinnennetz einzusammeln, was gar nicht so einfach war.

     

Beim kleinen Raben Socke haben wir viel mit Streifen gearbeitet, jetzt standen die Punkte auf dem Programm. Wir haben versucht, möglichst runde Kreise zu zeichnen und geschaut, welcher Pilz die meisten Punkte hat und ganz viele Zählspiele gemacht. Daneben entstanden bunt gemusterte Fantasiepilze.

   

Herbst – Pilze; ein Thema, welches uns richtig fasziniert und zum Staunen gebracht hat.

 

   

   

   

     

Kleiner frecher Rabe Socke

Ein grosser Schnabel, eine rotweiss geringelte Socke und ganz viele Flausen im Kopf; das ist der kleine Rabe Socke, der uns die ersten Wochen im Kindergarten begleitet hat.

Unsere selbst gewerkelten Raben, welche am Besuchsnachmittag im Juni entstanden sind, warten nun mit einer kleinen Überraschung auf die Kinder.

Gemäss unserem Jahresmotto „NaturPur!“ hat in diesem Schuljahr jedes Kind seinen eigenen kleinen Eimer erhalten, um darin Schätze in der Natur zu finden und mit nach Hause zu transportieren. Am ersten Kindergartentag hat uns der kleine Rabe Socke in seiner Gärtnerschürze einen Brief mit Ringelblumensamen mitgebracht. Da kamen die Eimer als Transportbehälter für die Erde zum Einsatz. Aber auch bei unseren Ausflügen in den Wald, dürfen sie natürlich nicht fehlen und werden rege benutzt.

Überhaupt geniessen wir die Zeit an unserem Waldplatz immer sehr. Da wird gearbeitet, Hütten werden gebaut, kleine Waldbewohner beobachtet und natürlich gibt die frische Luft tüchtig Appetit! Herzlichen Dank an dieser Stelle unserer tollen Elterngruppe für das feine und  „Corona konforme“ Schoggi Fondue!

           

Aber auch im Kindergarten sind wir fleissig. Wir sortieren verschiedene Socken und lernen sie zusammen zu legen, werkeln eine eigene Tasche für die Elternpost, lernen erste Lieder kennen, hören Sockes Abenteuern zu, entdecken Neues zu den Rabenvögeln und lernen einander und den Kindergarten mit seinen Abläufen und Regeln kennen.

       

Die Küken sind los!

Seit den Ski- und Sportferien drehte sich bei uns im Kindergarten alles rund um das Bilderbuch „Das schwarze Huhn“. In dieser wunderschönen Geschichte geht es um ein Huhn, das es einfach nicht schafft, ganz gewöhnliche Eier zu legen und deshalb ausgelacht und verspottet wird. Zum Ende der Geschichte hin darf es aber erfahren, dass es ganz in Ordnung ist, ein wenig anders als die Anderen zu sein.

Wir haben an einer Werkstatt rund um das Bilderbuch gearbeitet. Jedes schwarze Huhn hat uns eine andere Aufgabe mitgebracht. In der dazugehörenden Schublade befand sich das benötigte Arbeitsmaterial.

      

Wir konnten uns jeweils die Aufgaben aussuchen und das entsprechende Huhn mit unserer Holzklammer markieren. Nach dem Erledigen des Postens, bekamen wir jeweils ein entsprechendes Ei für unser Osternest. Natürlich nicht ein Gewöhnliches, sondern ein Ei in einer speziellen Form. Ebensolche, wie sie das schwarze Huhn legt.

      

An einem Tag lagen plötzlich verschiedene Gegenstände bei uns im Kreis. Neben diversen Styroporplatten, Holzbrettern, einer Plastikwanne und Klebeband, fanden wir auch eine Wärmelampe, ein Futtergeschirr, sowie ein Wasserspender und eine kleine Holzstange. Wir haben gar nicht so lange gebraucht um Herauszufinden, wofür diese Sachen wohl gedacht sind und dann war die Freude riesengross:

WIR KRIEGEN ECHTE KÜKEN IN DEN KINDERGARTEN!

Aber zuerst mussten wir den Küken einen Stall bauen. Alle miteinander und ohne Bauplan… aber nach langen Diskussionen haben wir es wirklich geschafft, den Küken einen supercoolen, gemütlichen Stall zu bauen und einzurichten. Und nach zwei Mal Schlafen war es dann endlich so weit und die Küken sind eingezogen. Vier gelbe Bibelis und weil wir das Thema „Das schwarze Huhn“ hatten, durfte natürlich auch ein dunkles Küken nicht fehlen.

Wir haben die Zeit mit unseren Küken sehr genossen und jeden Tag gestaunt, wie schnell, dass sie gewachsen sind. Aus den flauschigen kleinen Bällchen sind schon nach wenigen Tagen kleine Minihühnchen  mit echten Federn geworden. Es war spannend, sie zu beobachten, sie zu halten und uns um sie zu kümmern. Wir haben auch ganz viel Besuch in dieser Zeit bekommen. Viele Geschwister, Eltern und Kinder aus Läufelfingen waren bei uns im Chindsgi, worüber wir uns sehr gefreut haben.

Am Freitag vor den Ferien mussten wir uns dann leider von den kleinen Wichten verabschieden. Langsam sind sie doch zu gross für unseren Stall geworden. Aber glücklicherweise durften die Küken zu Familie Bieneck umziehen. Dort können wir sie wieder besuchen und ihnen auch weiterhin beim Wachsen zuschauen und wer weiss, vielleicht legen sie ja auch einmal ein Ei für uns.

Jetzt wünschen wir allen Leuten von Läufelfingen eine wunderschöne Osterzeit und ganz viel Glück beim Eiersuchen.

Die Kinder vom Kindergarten Weidenmatt

       

          

 

Forschertag im Kindergarten

Nach den Weihnachtsferien hat uns der „Kleine Polarforscher“ im Kindergarten begleitet. Aus unserem Bäbiegge wurde eine winterliche Forscherstation. Wir haben das Wetter beobachtet, Versuche mit Eis gemacht und viel über den Nordpol und seine Bewohner erfahren.

Am 22. Januar 2018 durften wir dann als Höhepunkt einen absolut genialen Forschertag im Chindsgi erleben. Gemeinsam mit der Elterngruppe haben wir viele tolle Experimente durchgeführt und immer wieder gestaunt, was da so alles passiert. Gerne nehmen wir euch mit, auf unsere Reise in die Welt der Forscher und Entdecker. Also Kittel anziehen, Schutzbrille auf und los geht’s! Ah, und ganz wichtig: Wir arbeiten mit echten Chemikalien, also nichts in den Mund stecken!!

   

Nach einem spannenden Experiment mit Seifenblasen, Essig und Backpulver (warum sinken denn diese Blasen nicht auf den Boden??) haben wir versucht, in Zweierteams eine möglichst gute Isolierschicht um eine Metallflasche zu konstruieren, damit das Eiswasser in der Flasche ganz lange kalt bleibt. Immer wieder haben wir danach die Temperatur gemessen und gestaunt, welche Materialien besser isoliert haben als andere.

Nach einer kurzen Pause ging es dann in das Obergeschoss, wo unsere super „Chefchemikerin“ Cornelia Thoma uns verschiedene Versuche mit Anleitungen aufgebaut hatte. Wir haben mit glibberigen Würmchen experimentiert, versucht ganz schmutziges Wasser wieder sauber zu bekommen und haben den Superabsorber und seine Funktion kennen gelernt.

    

   

       

Nach erlebnisreichen Stunden hat uns allen der Magen geknurrt und wir durften, anders als der kleine Polarforscher, ein frisches, warmes Mittagessen geniessen. Hmmm…

Am Nachmittag konnten wir alle noch einmal unsere Lieblingsexperimente durchführen, bevor es dann, müde aber zufrieden, wieder nach Hause ging.

Das war ein super Tag und wir danken unserer tollen Elterngruppe und ganz herzlich dafür, dass ihr dieses Erlebnis für uns alle möglich gemacht habt. Ihr seid einfach genial!

Die Kinder vom Chindsgi Weidenmatt